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Gipfelglück und Feuerschein am 13. und 14. Juni 2026

Ein rundum gelungenes Bergwochenende liegt hinter uns. Das Ziel der zweitägigen Tour war das malerische Tannheimer Tal – ein Klassiker, der diesmal mit einem ganz besonderen kulturellen Highlight aufwartete.

​Schon mit der Anreise setzten wir ein Zeichen für umweltbewussten Bergsport: Die gesamte Gruppe nutzte den Bürgerbus der Gemeinde Schwanstetten. Das bewährte Gefährt brachte uns nicht nur sicher und entspannt zum Ausgangspunkt Nesselwängle, sondern sparte auch die Koordination mehrerer Privat-PKW. Ein perfektes Beispiel dafür, wie Vereinsleben und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen können.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, verlangte den Teilnehmern aber auch einiges ab. Bei strahlendem Sonnenschein und starken Winden waren stolze 1170 Höhenmeter im Aufstieg auf einer Distanz von 9 km zu bewältigen.

​Der Weg führte die Gruppe durch schattige Bergwälder, über saftige Almwiesen und vorbei an schroffen Felsformationen. Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden Aufstieg erreichten wir die Tannheimer Hütte. Bei einem kühlen Getränk und einer kleinen Brotzeit stärkten wir uns für den zweiten Teil der Tour. Dank der guten Kondition aller Beteiligten wurde auch dieser Aufstieg von allen hervorragend gemeistert. Jeder Höhenmeter belohnte die Wanderer mit immer spektakuläreren Ausblicken auf die umliegende Bergwelt.

​Nach ca. drei Stunden erreichten wir das Ziel unserer Wanderung, die malerisch am Fuße der Gehrenspitze gelegen Gehrenalpe (1.610 m). Nach dem Beziehen der Lager und einer herzhaften Bergsteigerbrotzeit genoss die Gruppe die urige Hüttenatmosphäre und die Gastfreundschaft der Wirtsleute.

​Das absolute Highlight des Wochenendes erwartete uns nach dem Abendessen. Da das Wochenende auf die Zeit der traditionellen Sonnwend- und Herz-Jesu-Feuer fiel, bot sich uns von der Gehrenalpe aus ein Logenplatz.

​Mit Einbruch der Dunkelheit entzündete die Dorfjugend der nahegelegenen Ortschaft Reutte hoch oben am Berg das Herz-Jesu-Feuer. Binnen kurzer Zeit erstrahlten die dunklen Bergsilhouetten im Schein der Flammen, die oft in Form von Kreuzen oder Herzen angeordnet sind. Ein tief beeindruckendes Schauspiel, das wir schweigend und staunend von der Terrasse der Alpe aus verfolgten. Die Kombination aus traditionellem Brauchtum und der nächtlichen Bergkulisse sorgte für echte Gänsehautmomente.

Als die Feuer auf den Bergen erloschen waren, kehrte die Dorfjugend vom Berg zurück auf die Gehrenalpe. Hier wurdendie jungen Männer bereits von den Wirtsleuten mit Freibier und Spanferkel erwartet. Hüttenruhe war an diesem Abend nicht angesagt und einige Hartgesottene feierten noch, als wir am nächsten Morgen zum Frühstück kamen. ​

​Nach einer etwas unruhigen Nacht ging es am nächsten Morgen an den Abstieg. Wir wählten die Route über die Schneetalalm, um uns für die Heimfahrt nochmal zu stärken. Der Kaiserschmarrn dort ist einfach sensationell und unbedingt zu empfehlen. Unten am Parkplatz in Nesselwängle angekommen, wartete bereits der Bürgerbus, der die Gruppe wohlbehalten und voller neuer Eindrücke zurück nach Schwanstetten brachte.

​​Berg heil!

Gerhardt Werner (Leiter der Ortsgruppe, Tourenleiter)