Donnerstag, 01.01.2026
Das neue Jahr beginnt nach ausgiebigem Ausschlafen mit einem kurzen Berglauf bei strahlendem Sonnenschein. Wir joggen direkt hinter der Hütte 300 Hm den Berg hoch, wobei bei so manchen aufgrund von erhöhtem Restalkohol und zu langsamen Tempo die VO2max gehörig nach unten rauscht. Wo gehobelt wird fallen die Späne!
Zur Entspannung geht es zum Saunieren nach Lienz in die Therme wo wir um 14:00 Uhr pünktlich zum ersten Aufguss des Tages ankommen. Nach 4 Aufgüssen, Schneewälzern, und Dampfbädern geht es um 18:30 weiter in die nächste Pizzeria. Dort fallen wir wie die Heuschrecken über die leckere italienische Pizza her. Auch vom nichts tun bekommt man Hunger! Abends werden am Stammtisch die alpinistischen Ziele fürs neue Jahr ausdiskutiert, welche von „ganz viele Sportarten ausprobieren“ über Sportklettereien in der fränkischen bis zu den Westalpen reichen.
Freitag, 02.01.2026: Skifahren Mölltaler Gletscher
Zum Abschluss der Woche geht es noch einmal gemeinsam als komplette Gruppe zum Skifahren am Mölltaler Gletscher. Bei traumhaftem Wetter und besseren Pistenverhältnissen, als vermutet cruisen wir den ganzen Tag lang und haben am Ende bis zu 11.300 Tiefenmeter und mehr als 60 Pistenkilometer auf dem Tacho stehen. Ein gelungener Abschluss! Getrübt wird die Stimmung dadurch, dass Lina einen Unfall auf der Piste hatte und mit Verdacht auf eine Knieverletzung vorsorglich in der Notaufnahme sitzt. Doch am Abend gibt es Entwarnung, da keine Anzeichen auf einen Kreuzbandriss oder ähnliches gefunden wurden. So können wir die Woche entspannt ohne größere Verletzungen ausklingen lassen.
Samstag, 03.01.2026: Heimfahrt
Viel zu schnell sind 8 Tage vorübergegangen. Nach dem Zusammenpacken und einer kurzen Feedbackrunde kehren wir um kurz nach 12 Flattach wieder den Rücken zu. Es war mal wieder eine sehr schöne Zeit und wir haben versucht trotz des fehlenden Schnees das Beste aus unserer „Skifahr“ Woche zu machen. Werden wir wiederkommen? Wir wissen es nicht. Die klimatischen Veränderungen legen den Verdacht nahe, dass auch in Zukunft die Schneelage problematisch werden könnte und deshalb ein Standort im Westen der Alpen oder ein nordseitiger Standort für den Frühwinter besser geeignet sein könnte. Mehr Aktivitäten in einem ähnlich großen Radius werden wir woanders wahrscheinlich auch nicht finden, weshalb die Entscheidung offenbleibt, zumal wir auch ohne Schnee genügend Alternative machen können.
Zum Schluss dieses Berichts möchte ich mich als langjähriger Jugendleiter noch für die Übungsleiterpauschale einsetzen. Um Wintersportwochen, wie die in diesem Bericht beschriebene, mit den Disziplinen Sportklettern, Alpinklettern, Eisklettern, Skitouren und Alpinskifahren zu ermöglichen, wird pro Person Ausrüstung im Wert von mehreren tausend Euros benötigt. Beispielswiese kostet allein ein Satz Mobile Sicherungsmittel (Friends BD 0,3-3, Klemmkeile, 5 Messerhaken) 600 Euro, 10 Eisschrauben und 2 Eisgeräte 900Euro usw.. Dabei handelt es sich um Verbrauchsmaterial bzw. im Zweifelsfall Opfermaterial, welches sich Abnutzt, da beispielsweise Klingen von Eisgeräten mit der Zeit stumpf werden und ab einem gewissen Punkt für bessere Performance ersetzt werden müssen. Aufgrund der Tatsache, dass nicht jeder Teilnehmer die Ausrüstung im Keller liegen hat und es von der Sektion aus keinen Ausrüstungsverleih mehr gibt, müssen wir als Jugendleiter aus privater Hand regelmäßig Ausrüstung verleihen. Die Übungsleiterpauschale hilft, die dabei entstehenden Unkosten zu decken und damit auch in Zukunft Touren wie diese zu ermöglichen.
Wir freuen uns auf die neunte Ausgabe der Skifahr Woche im zehnten Jubiläumsjahr 2026/27!
Die JUMA
Teilnehmer: Fabi, Filip, Marit, Lina, Steffi, Vicki, Kilian, Niklas, Simon, Eric
Leitung: Christoph, Benedikt
Bericht: Benedikt